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Dokumentation-Ratgeber26. Juli 20267 min Lesedauer

Spülplan Trinkwasser Vorlage: Pflicht-Felder nach DVGW W 551

Spülplan-Trinkwasser-Vorlage nach DVGW W 551 — mit allen Pflicht-Feldern, Beispiel-Layout und Hinweisen zur digitalen Alternative.

Wer eine Trinkwasser-Installation betreibt, braucht eine Spülplan-Vorlage, die sich an DVGW W 551 orientiert — also alle Pflicht-Felder enthält und die Spülungen so dokumentiert, dass sie gegenüber dem Gesundheitsamt nachvollziehbar sind. In diesem Ratgeber finden Sie das vollständige Layout einer solchen Vorlage, eine Checkliste der Pflicht-Felder und den Hinweis, wie Sie dieselben Felder statt in Excel in einem digitalen Spülplan-Manager führen.

Wer braucht eine Spülplan-Trinkwasser-Vorlage?

Eine Spülplan-Trinkwasser-Vorlage braucht jeder Betreiber einer Trinkwasser-Installation im Sinne der TrinkwV — also Vermieter, Hausverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, Facility-Management-Unternehmen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Hotels und alle Betriebe mit gewerblicher oder öffentlicher Trinkwasser-Abgabe. Sobald die Anlage die Merkmale des § 31 Absatz 1 TrinkwV erfüllt (Trinkwassererwärmer > 400 l Inhalt oder > 3 l Inhalt in mindestens einer Leitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle, dazu Duschen und kein Ein- oder Zweifamilienhaus), greifen die Untersuchungspflicht und die Dokumentation des bestimmungsgemäßen Betriebs.

Pflicht-Felder der Spülplan-Vorlage

Aus DVGW W 551 und der Betriebspflicht des § 13 TrinkwV ergeben sich die folgenden Mindest-Felder. Eine Spülplan-Vorlage, die diese Felder nicht enthält, ist im Audit nicht verwertbar.

  • Liegenschaftsadresse
  • Entnahmestellen-Bezeichnung (eindeutig, z. B. ‚WE 03 – Bad – Dusche‘)
  • Datum und Uhrzeit der Spülung
  • Spül-Dauer in Minuten
  • Spül-Art (Stagnationsspülung, Leerstandsspülung, thermische Desinfektion)
  • Warmwasser-Temperatur Einlass/Auslass
  • Kaltwasser-Temperatur
  • Name und Unterschrift der durchführenden Person

Beispiel-Layout für eine Spülplan-Vorlage

Das folgende Layout hat sich in der Praxis bewährt: pro Liegenschaft eine eigene Tabelle, pro Spülung eine Zeile, pro Pflicht-Feld eine Spalte. Die Kopfzeile enthält die Liegenschafts-Adresse; die Spalten enthalten Datum, Uhrzeit, Entnahmestelle, Spül-Art, Dauer, Temperaturen und durchführende Person. Bei großen Liegenschafts-Beständen empfiehlt sich eine Tabelle pro Entnahmestelle — damit bleibt das Audit lesbar und die Zuordnung eindeutig.

Excel-Vorlage: Vor- und Nachteile

Eine Excel-Vorlage ist schnell aufgesetzt, hat aber drei systembedingte Schwächen: (1) Zeitstempel werden manuell erfasst — die Belastbarkeit der Nachweise hängt von der Disziplin der Haustechniker ab. (2) Kein Fotobeweis — die Frage ‚Wurde wirklich gespült?‘ lässt sich nur schwer entkräften. (3) Keine Erinnerung an überfällige Spülungen — wer eine Spülung vergisst, fällt erst beim nächsten Audit auf. Für Hausverwaltungen mit weniger als 10 Liegenschaften ist die Excel-Variante vertretbar; darüber überwiegen die Risiken.

Digitale Alternative: Spülplan-Manager

Wer die Spülplan-Vorlage digital führen will, findet im WasserNorm-Hub einen Spülplan-Manager, der alle Pflicht-Felder nach DVGW W 551 abbildet, Zeitstempel und GPS-Koordinaten automatisch erfasst, Fotobeweise pro Spülung speichert und den Audit-Export als PDF liefert. Erinnerungs-Workflows sorgen dafür, dass überfällige Spülungen nicht stillschweigend übersehen werden. Die Lösung richtet sich an Hausverwaltungen und Facility-Management-Unternehmen mit mehreren Liegenschaften — sie ersetzt die Excel-Pflege vollständig.

So setzen Sie die Vorlage in 5 Schritten ein

Wer die Spülplan-Vorlage heute einführen will, geht in fünf Schritten vor: (1) Liegenschafts-Liste anlegen — alle Objekte mit Trinkwasser-Installation erfassen. (2) Entnahmestellen je Liegenschaft inventarisieren — die eindeutige Bezeichnung vergeben. (3) Spül-Plan festlegen — welche Entnahmestelle wird in welcher Frequenz gespült. (4) Vorlage ausrollen — Excel-Variante oder digitales Tool. (5) Erste Spülung dokumentieren und Vorlage in den Audit-Workflow integrieren. Wie lange die Einführung dauert, hängt vor allem von der Zahl der Liegenschaften und der Entnahmestellen ab.

Spülplan-Vorlage digital statt Excel

Der Spülplan-Manager im WasserNorm-Hub liefert eine DVGW-W-551-konforme Spülplan-Vorlage als digitale Lösung — inklusive Erinnerungs-Workflow, Fotobeweis und Audit-Export.