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Dokumentation-Ratgeber26. Juli 20266 min Lesedauer

Spülplan-Vorlage Trinkwasser: Pflicht-Felder & Layout

Welche Felder eine normkonforme Spülplan-Vorlage enthalten muss — und welche Angaben getrost weglassen können.

Eine Spülplan-Vorlage Trinkwasser ist die Standard-Vorlage, mit der Hausverwaltungen, Facility-Management-Unternehmen und Liegenschaftsbetreuer ihre wöchentlichen und monatlichen Spülungen dokumentieren. Dieser Ratgeber zeigt, welche Felder Pflicht sind, welche empfohlen werden und welche Felder in der Praxis überflüssig sind. Plus: ein erprobtes Layout, das Sie 1:1 in Ihre Vorlage übernehmen können.

Wofür brauche ich eine Spülplan-Vorlage?

Eine Spülplan-Vorlage ist kein Selbstzweck — sie ist der Nachweis, mit dem Sie gegenüber dem Gesundheitsamt, einem Sachverständigen oder einem akkreditierten Labor belegen, dass Sie Ihre Trinkwasser-Installation pflichtgemäß betreiben. DVGW W 551 konkretisiert die Pflicht aus § 13 TrinkwV, die Anlage nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu betreiben; die Dokumentation jeder Spülung an jeder Entnahmestelle ist der Nachweis dafür. Eine konsistente Vorlage sorgt dafür, dass die Dokumentation nicht zur Interpretation wird: jede Spülung wird mit denselben Feldern erfasst — egal wer sie durchführt.

Pflicht-Felder (Mindest-Umfang nach DVGW W 551)

Die folgenden Felder gelten als Mindest-Umfang einer DVGW-W-551-konformen Spülplan-Vorlage. Fehlt eines dieser Felder, ist das Protokoll im Audit nicht verwertbar.

  • Liegenschaftsadresse und eindeutige Entnahmestellen-Bezeichnung
  • Datum und Uhrzeit der Spülung — die Uhrzeit ist Pflicht, weil daraus die Zeit seit der letzten Spülung berechnet wird
  • Dauer der Spülung in Minuten
  • Art der Spülung (Stagnationsspülung, Leerstandsspülung, thermische Desinfektion)
  • Warmwassertemperatur am Einlass und am Auslass der Entnahmestelle
  • Kaltwassertemperatur
  • Name der durchführenden Person
  • Unterschrift oder digitale Bestätigung der durchführenden Person

Empfohlene Felder (weniger Rückfragen im Audit)

Über die Pflicht-Felder hinaus haben sich einige zusätzliche Angaben bewährt. Sie beschleunigen das Audit, weil sie die häufigsten Rückfragen des Gesundheitsamts vorwegnehmen.

  • Fotobeweis der geöffneten Zapfstelle — entkräftet die Frage ‚Wurde wirklich gespült?‘
  • GPS-Koordinaten der Entnahmestelle für Liegenschaften mit mehreren Anschlusspunkten
  • Verwendetes Spül-Volumen in Litern
  • Durchflussmenge in Litern pro Minute
  • Anomalie-Vermerk (z. B. ‚Brause verkalkt — Spüldauer verlängert auf 8 Minuten‘)
  • Verwendetes Desinfektions-Mittel bei thermischer Desinfektion oder chemischer Desinfektion

Felder, die Sie weglassen können

Nicht jedes Feld, das in Excel-Vorlagen aus dem Internet kursiert, ist tatsächlich Pflicht. Die folgenden Angaben sind in der Praxis überflüssig — sie blähen die Vorlage auf, ohne Audit-Mehrwert.

  • Wetter und Außentemperatur — irrelevant für die Spülung
  • Detaillierte Stimmungs-Notizen des Haustechnikers — nicht prüfbar
  • Wartungs-Firma und Auftragsnummer — gehört in den Wartungs-Vertrag, nicht in den Spülplan
  • Lieferanten von Verbrauchsmaterial (Einweg-Handschuhe, Desinfektions-Mittel) — gehört in die Bestell-Dokumentation
  • Kosten der Spülung — nicht Teil der Trinkwasserhygiene-Dokumentation

Layout-Vorschlag für die Vorlage

Ein praxistaugliches Layout ist tabellarisch: eine Zeile pro Spülung pro Entnahmestelle, mit allen Pflicht-Feldern als Spalten. Pro Liegenschaft eine eigene Tabelle, pro Entnahmestelle eine eigene Zeile. Wer die Vorlage als Excel betreibt, sollte mit Dropdown-Listen für die Spül-Art arbeiten — das verhindert Tippfehler und beschleunigt die Eingabe. Wer die Vorlage als digitales Tool betreibt, kann die Felder automatisch validieren und fehlende Pflicht-Felder schon bei der Eingabe markieren.

Kostenlose Vorlage versus digitales Tool

Eine kostenlose Excel-Vorlage erfüllt formal die Pflicht — sie hat aber drei praktische Nachteile: keine Zeitstempel bei manueller Eingabe, keine Fotobeweise, keine Erinnerung an überfällige Spülungen. Digitale Spülplan-Tools — wie der im WasserNorm-Hub gelistete Spülplan-Manager — lösen diese drei Nachteile und liefern den Audit-Export als fertiges PDF. Für Hausverwaltungen mit mehr als 10 Liegenschaften ist die digitale Variante in der Regel wirtschaftlicher als die Excel-Pflege.

Spülplan-Vorlage sofort einsetzen

Der Spülplan-Manager im WasserNorm-Hub liefert eine normkonforme Spülplan-Vorlage als digitale Lösung — inklusive aller Pflicht-Felder, Foto-Beweis und Audit-Export.